HiDop 300 im Einsatz als präkordialer Doppler

Die Gerätebasis:  HiDop 300 ist ein mobiles cw-Dopplergerät, das dem Anwender die Möglichkeit bietet, wahlweise eine 2-, 4- oder 8 MHz-Sonde zu verwenden. Damit eröffnet sich eine ganze Reihe von Einsatzmöglichkeiten, unter anderem auch in der Anästhesie.

  Mit den Abmessungen von 170 x 110 x 50 mm und einem Gewicht von etwa 500 Gramm ist das Gerät sehr kompakt und gestattet den von Taschendopplern gewohnten portablen Einsatz. Das Gehäuse ist derart gestaltet, dass sich zwei Stiftsonden in einem hierfür vorgesehenen Fach an der Rückseite unterbringen lassen und so bei Bedarf immer zur Verfügung stehen. Vier Ni-MH-Akkus in Standard-Bauform (AA / 1,2 V mit je 2500 mAh) sichern bei voller Ladung den Betrieb über einen Zeitraum von mehr als 10 Stunden.

Positiv ist, dass die gebotene Signalqualität von relativ geringem Rauschen begleitet wird.  Im Sonogramm Display-Modus erfolgt die Darstellung der Echtzeit-FFT auf einem 3,1 Zoll s/w-LCD-Display, samt Sondenfrequenz, Flussrichtung, Skalierung, Zeitachse, Filterfrequenz und Herzrate. Es lassen sich Flusssignale mit einer Dopplershift von bis zu 10 kHz visuell darstellen, die Zeitachse kann 2, 4 oder 8 Sekunden betragen. Es werden die vier geläufigen Indizes Mean, RI, PI  und S/D  berechnet. Hieraus kann der Anwender zwei Werte zur simultanen Online-Anzeige auswählen. Die gesamte Bedienung geschieht über die fünf, an der Front angeordneten, Tasten. Dabei kann das Gerät mit einem Metallbügel in günstigem Winkel aufgestellt werden.

Weitere Details können dem Datenblatt entnommen werden.

Für den Anästhesisten interessant: Der Hersteller bietet eine spezielle, nicht fokussierte 2 MHz-cw-Flachsonde an, wodurch das Gerät als präkordialer Doppler zur Detektierung von Luftembolien im rechten Vorhof verwendbar ist. Physikalischer Hintergrund dieser Messung ist, dass Luft für die  Ultraschallleitung eine hohe Wellenwiderstandsänderung darstellt, die sich mit typischen Dopplersignalen bemerkbar macht. Besonders in der Neurochirurgie, bei operativen Eingriffen mit sitzender oder halbsitzender Lagerung des Patienten, ist diese Art der Überwachung unter bestimmten Bedingungen sinnvoll und zu fordern. *

Die Sonde hat einen Durchmesser von 33 mm, eine Höhe von 7 mm und eine Kabellänge von 1,65 m. Nach dem Anstecken der Sonde an das Sondenkabel des Dopplers ergibt sich somit eine Gesamtlänge von 3,15 m. Die Sondenfrequenz erkennt das Gerät automatisch. 

Für diese Applikation ist es günstig, den Doppler über das hierfür vorgesehene medizinische Netzteil zu betreiben. Die Stromsparfunktion, die das Gerät eventuell abschalten könnte, sollte deaktiviert werden. Dies geschieht über das Menü unter Optionen mit der  Einstellung Timeout aus.

Weitere, empfohlene Einstellungen sind der vaskuläre Modus und eine Wandfilterfrequenz von 100 oder besser 200 Hz.

Die Platzierung der Sonde erfolgt rechts ca. 3 cm parasternal so, dass der rechte Vorhof durch den 3. oder 4. Intercostalraum beschallt wird. Dabei ist die Sonde nach medial zu richten. Dies ist für eine gute Signalqualität entscheidend.

Bei höherem Umgebungsgeräuschpegel ist es sinnvoll, die Lautstärke des HiDop 300  gegenüber der Grundlautstärke, die nach dem Einschalten des Gerätes gegeben ist, weiter zu erhöhen. Das ist durch wiederholtes Betätigen der Lautsprecher + Taste zu erreichen. 

 

* )  Empfehlungen des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Neuroanästhesie der DGAI : Perioperatives Management bei neurochirurgischen Operationen in sitzender oder halbsitzender Position  


Dieses Produkt ist einsetzbar in folgenden Fachgebieten: Allgemein- und Viszeralchirurgie, Thoraxchirurgie, Herzchirurgie, Plastische und Ästhetische Chirurgie, Gynäkologie, HNO, Urologie, Dermatologie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Anästhesie- und Intensivmedizin, Pulmologie, Gastroenterologie